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<title>Migration</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Migration</span></h1>
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<p>Als <b>Migration</b> wird eine auf Dauer angelegte räumliche Veränderung des Lebensmittelpunktes einer oder mehrerer Personen verstanden. Migration über Landesgrenzen hinweg wird als <i>internationale Migration</i> bezeichnet. Migration innerhalb einer Region oder eines Staates wird <i><a href="Binnenwanderung" title="Binnenwanderung">Binnenmigration</a></i> genannt. Als Gegenstand von Forschung und praktischer Begleitung ist Migration in einer Reihe wissenschaftlicher Fachrichtungen vertreten, darunter den <a href="Sozialwissenschaften" title="Sozialwissenschaften">Gesellschaftswissenschaften</a>, den <a href="Rechtswissenschaft" title="Rechtswissenschaft">Rechts-</a> und <a href="Wirtschaftswissenschaft" title="Wirtschaftswissenschaft">Wirtschaftswissenschaften</a>. Daraus ergibt sich eine Vielzahl von Sichtweisen und begrifflichen Unterscheidungen, sodass der Fachliteratur eine einheitliche Definition nicht zu entnehmen ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriffsbestimmung">Begriffsbestimmung</h2></div>
<p>Eine einheitliche Begriffsbestimmung besteht nicht. Meist wird unter Migration eine räumliche Verlegung des Lebensmittelpunktes einzelner Personen verstanden.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese geschieht für eine gewisse Dauer und grenzt Migration von einer <a href="Reise" title="Reise">Reise</a> ab. Über die notwendige Aufenthaltsdauer besteht keine Einigkeit. Ist sie auf Dauer oder auf einen sehr langen Zeitraum angelegt, spricht man häufig auch von <a href="Auswanderung" title="Auswanderung">Auswanderung</a>. Meist wird eine bei Migrationsbeginn bereits bestehende Rückkehrabsicht, wie bei der <a href="Gesellenwanderung" class="mw-redirect" title="Gesellenwanderung">Gesellenwanderung</a>, der saisonalen Migration oder einer beruflichen <a href="Entsendung_(Sozialversicherung)" title="Entsendung (Sozialversicherung)">Entsendung</a> für einen von vornherein begrenzten Zeitraum nicht als Migration bezeichnet.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Herkömmlich wird nach den Beweggründen unterschieden. Migration kann demnach freiwillig sein, während die <a href="Flucht" title="Flucht">Flucht</a> erzwungen ist.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Unterscheidung ist jedoch schwierig, da unter Zwang nicht nur unmittelbarer körperlicher Zwang wie bei einer <a href="Vertreibung" title="Vertreibung">Vertreibung</a> verstanden wird, sondern auch <a href="Politische_Verfolgung" title="Politische Verfolgung">politische Verfolgung</a> oder <a href="Krieg" title="Krieg">Krieg</a>. Das soll Flucht von Migration aus wirtschaftlichen oder persönlichen Gründen abgrenzen. Andere sehen Migration als Oberbegriff für jede Art von Wanderungsbewegung, die erzwungene Flucht eingeschlossen.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wird die Migration von Staaten veranlasst, spricht man auch von <a href="Umsiedler" title="Umsiedler">Umsiedlern</a>.
</p><p>Aus der Sicht des Ortes, wohin der Migrant seinen Lebensmittelpunkt verlegt, stellt die Migration eine <a href="Einwanderung" title="Einwanderung">Einwanderung</a> (Immigration) dar. Begrifflich sind die <a href="Integration_von_Zuwanderern" class="mw-redirect" title="Integration von Zuwanderern">Integration</a>,<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Assimilation_(Soziologie)" title="Assimilation (Soziologie)">Assimilation</a> oder <a href="Diaspora" title="Diaspora">Diaspora</a> der Migration nachgelagerte Erscheinungen. Sie werden aber häufig als Teil der Migrationsforschung gesehen.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>All diesen Ansätzen liegt eine Aufteilung der räumlichen Bewegung in Anfang und Ende, Herkunft- und Zielland zugrunde. Da sich Migrationsverläufe jedoch häufig auch über zahlreiche Stationen erstrecken können, die sich mitunter über mehrere Jahre hinziehen, wird zunehmend auch von Migrationsrouten oder Migrationstrajektorien gesprochen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Keine Migration in diesem Sinne ist mangels Verlegung des Lebensmittelpunktes die <a href="Innere_Emigration" title="Innere Emigration">Innere Emigration</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ursachen">Ursachen</h2></div>
<p>Migration ist ein die <a href="Menschheitsgeschichte" title="Menschheitsgeschichte">Menschheitsgeschichte</a> durchziehendes, erdumspannendes Geschehen. Im Grunde ist die Frage nach den Ursachen eine Technik, um 'normale' und 'legitime' Bewegungen über nationalstaatliche Grenzen hinweg (Tourismus, Studien- oder Arbeitsaufenthalt) von jenen Bewegungen zu unterscheiden, die problematisiert werden sollen. Die Bewegung von Menschen, innerhalb staatlicher Grenzen und jenseits davon, und eine mehr oder minder diffuse Aufrechterhaltung eines Rückkehrgedankens (sei es für Besuche oder zu einem späteren, besseren Zeitpunkt) ist jedoch immanenter Bestandteil menschlichen (Zusammen)lebens. Verbreitete und historisch wiederkehrende Motive für den dauerhaften Ortswechsel sind die Aussicht auf bessere Siedlungs- und Erwerbsmöglichkeiten, auf Zufluchtsorte bei <a href="Naturkatastrophe" title="Naturkatastrophe">Naturkatastrophen</a> oder das Ausweichen vor Verschlechterungen des Klimas, sind die Suche nach Sicherheit für Leib und Leben nach <a href="Flucht" title="Flucht">Flucht</a> oder <a href="Vertreibung" title="Vertreibung">Vertreibung</a> als Folge von <a href="Krieg" title="Krieg">Kriegen</a> sowie der Schutz vor <a href="Diskriminierung" title="Diskriminierung">Diskriminierung</a> und persönlicher Verfolgung aus rassischen, religiösen bzw. weltanschaulichen Gründen oder auch aufgrund erlebter anderer Einschränkungen der persönlichen Freiheit im Herkunftsmilieu. Weitere Beweggründe ergeben sich beispielsweise aus <a href="Altersmigration" title="Altersmigration">Altersmigration</a>, <a href="Bildungsmigration" title="Bildungsmigration">Bildungsmigration</a>, <a href="#Unterscheidung_spezifischer_Migrationsweisen_und_-beteiligungen">Heiratsmigration</a> und <a href="Remigration" title="Remigration">Remigration</a>.
Der Migrationsforscher <a href="Jochen_Oltmer" title="Jochen Oltmer">Jochen Oltmer</a> unterscheidet u. a. <a href="Arbeitsmigration" title="Arbeitsmigration">Arbeitswanderung</a>, <a href="Bildungsmigration" title="Bildungsmigration">Bildungs- und Ausbildungswanderung</a>, <a href="Dienstbote" title="Dienstbote">Dienstmädchenwanderung</a>, Entsendung, <a href="Wanderjahre" title="Wanderjahre">Gesellenwanderung</a>, <a href="Zwangsmigration" title="Zwangsmigration">Gewaltmigration</a>, Heirats- und Liebeswanderung, Lebensstil-Migration, <a href="Nomadismus" title="Nomadismus">Nomadismus</a>, Siedlungswanderung und <a href="Sklavenhandel" title="Sklavenhandel">Sklavenhandel</a>.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Formen">Formen</h2></div>
<p>Unterschieden wird z. B. zwischen der Migration zwischen zwei Staaten und der <a href="Binnenmigration" class="mw-redirect" title="Binnenmigration">Binnenmigration</a> innerhalb eines Staates. Der Begriff der Binnenmigration ist – für sich genommen – grundsätzlich unscharf, da nicht klar ist, was unter „binnen“ zu verstehen ist. Daher bedarf er bei seiner Verwendung immer einer näheren Definition: ist die Migration innerhalb eines Landes (z. B. <a href="Bayern" title="Bayern">Bayern</a>, <a href="Texas" title="Texas">Texas</a>), eines Staates (z. B. <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a>, <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a>), einer Region (z. B. <a href="Metropolregion_N%C3%BCrnberg" title="Metropolregion Nürnberg">Metropolregion Nürnberg</a>, <a href="Dairy_Belt" title="Dairy Belt">Dairy Belt</a>), eines <a href="Staatenbund" title="Staatenbund">Staatenbundes</a> (z. B. <a href="Afrikanische_Union" title="Afrikanische Union">Afrikanische Union</a>) oder eines <a href="Staatenverbund" title="Staatenverbund">Staatenverbundes</a> (z. B. <a href="Europ%C3%A4ische_Union" title="Europäische Union">EU</a>) gemeint?
</p><p>Weiterhin wird zwischen der Primärmigration, der erstmaligen Auswanderung, und der <a href="Sekund%C3%A4rmigration" title="Sekundärmigration">Sekundärmigration</a>, also einer folgenden Auswanderung, unterschieden. In der internationalen Flüchtlingsforschung sowie dem internationalen Flüchtlingsrecht wird mitunter der Terminus <i>Migration</i> vom Terminus <i>Flucht</i> abgegrenzt. Nach dieser Definition ist ein Flüchtling, wer gezwungen ist, seinen Wohnort zu verlassen, Migrant ist, wer dies freiwillig tut.<sup id="cite_ref-BPB_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-BPB-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entwicklungstendenz">Entwicklungstendenz</h2></div>
<p>Bedingt durch die Weltkriege des 20. Jahrhunderts, regionale Instabilität, <a href="Globalisierung" title="Globalisierung">Globalisierung</a>, <a href="Digitale_Revolution" title="Digitale Revolution">Digitale Revolution</a> und <a href="Globale_Erw%C3%A4rmung" title="Globale Erwärmung">Erderwärmung</a> nimmt das Migrationsgeschehen an Komplexität zu. Es stellt Gesellschaften und politische Akteure weltweit in Fragen der Zuzugssteuerung und der <a href="Integration_von_Zugewanderten" title="Integration von Zugewanderten">Integration von Einwanderern</a> vor neue Herausforderungen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Markante_historische_Wanderungsbewegungen">Markante historische Wanderungsbewegungen</h2></div>
<p>Vor etwa 40.000 Jahren erschloss sich der Homo sapiens die gemäßigten Zonen <a href="Eurasien" title="Eurasien">Eurasiens</a>; vor 12.000 Jahren war er in allen Großräumen der <a href="Kontinent" title="Kontinent">Kontinente</a> präsent.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Entstehung der Sahara löste zwischen 3000 und 1000 v. Chr. eine Wanderung von <a href="Bantu" title="Bantu">Bantu</a> aus <a href="Westafrika" title="Westafrika">West-</a> bis ins <a href="S%C3%BCdliches_Afrika" title="Südliches Afrika">südliche Afrika</a> aus. Im Zeitraum zwischen 200 und 1500 breiteten sich die <a href="Han_(Ethnie)" title="Han (Ethnie)">Chinesen</a> von ihren Ursprungsgebieten in alle Richtungen aus, besonders nach <a href="S%C3%BCdasien" title="Südasien">Südasien</a>. Um 500 migrierten arabische Stämme in großer Zahl über weite Strecken und erreichten u. a. <a href="Ostafrika" title="Ostafrika">Ostafrika</a>.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die oft aus <a href="Diskriminierung" title="Diskriminierung">Diskriminierung</a>, <a href="Unterdr%C3%BCckung" title="Unterdrückung">Unterdrückung</a> und <a href="Religi%C3%B6se_Verfolgung" title="Religiöse Verfolgung">Verfolgung</a> hervorgegangene <a href="Geschichte_der_Juden" title="Geschichte der Juden">jüdische Migration</a> zeigte sich unter anderem beim <a href="Auszug_aus_%C3%84gypten" title="Auszug aus Ägypten">Auszug aus Ägypten</a> 1250 v. Chr., im <a href="Diaspora" title="Diaspora">Diaspora</a>-Judentum, hervorgerufen durch <a href="Fremdherrschaft" title="Fremdherrschaft">Fremdherrschaft</a> und den Ausgang des <a href="J%C3%BCdischer_Krieg" title="Jüdischer Krieg">Jüdischen Krieges</a>, sowie in der durch die <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">Zeit des Nationalsozialismus</a> und den <a href="Holocaust" title="Holocaust">Holocaust</a> vorangetriebenen Remigration nach <a href="Pal%C3%A4stina_(Region)" title="Palästina (Region)">Palästina</a>.
</p>
<p>Zu den frühen Wanderungsbewegungen im europäischen Raum gehören die <a href="Griechische_Kolonisation" title="Griechische Kolonisation">griechische Kolonisation</a> am Mittelmeer im 1. Jahrtausend v. Chr. und die <a href="V%C3%B6lkerwanderung" title="Völkerwanderung">Völkerwanderung</a> am Übergang zwischen <a href="Sp%C3%A4tantike" title="Spätantike">Spätantike</a> und <a href="Fr%C3%BChmittelalter" title="Frühmittelalter">Frühmittelalter</a>. Mit dem 16. Jahrhundert begann die <a href="Europ%C3%A4ische_Expansion" title="Europäische Expansion">europäische Expansion</a>, in deren Folge sich <a href="Kolonialismus" title="Kolonialismus">Kolonialismus</a> und neuzeitlicher <a href="Sklavenhandel" title="Sklavenhandel">Sklavenhandel</a> entwickelten und die indigene Bevölkerung Amerikas zusammenbrach. Eine massenhafte Auswanderung aus Europa insbesondere nach Amerika und vor allem in die <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">Vereinigten Staaten</a> setzte im 19. Jahrhundert bei fortgesetzt stark anwachsender europäischer Bevölkerung und Binnenwanderung ein.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Migrationshistoriker <a href="Dirk_Hoerder" title="Dirk Hoerder">Dirk Hoerder</a> kritisiert die <a href="Eurozentrismus" title="Eurozentrismus">euro-</a> bzw. US-zentrierte Beschreibungen von Migrationsprozessen. Er unterscheidet für das 19. und frühe 20. Jahrhundert fünf große Migrationssysteme:
</p>
<ul><li>das „weiße“ atlantische System, das Europa mit seinen Kolonien in Nord- und Südamerika verband</li>
<li>das schwarzatlantische System, das den <a href="Atlantischer_Sklavenhandel" title="Atlantischer Sklavenhandel">atlantischen Sklavenhandel</a> umfasst,</li>
<li>das Migrationssystem asiatischer Menschen, die teils freiwillig, teils als <a href="Schuldknechtschaft" title="Schuldknechtschaft">Schuldknechte</a> über den Pazifik nach Amerika gebracht wurden,</li>
<li>das russisch-sibirische System, das die Besiedlung <a href="Sibirien" title="Sibirien">Sibiriens</a> (z. B. durch russische <a href="Wanderarbeiter" title="Wanderarbeiter">Wanderarbeiter</a> oder westeuropäische Einwanderer) umfasst,</li>
<li>das nordchinesisch-mandschurische System, die Einwanderung von <a href="Han_(Ethnie)" title="Han (Ethnie)">Han-Chinesen</a> und <a href="Koreaner" title="Koreaner">Koreanern</a> in die <a href="Mandschurei" title="Mandschurei">Mandschurei</a> insbesondere in den 1920er und 1930er Jahren, die auf etwa 30 Millionen Menschen geschätzt wird.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Aus den weltweiten kriegerischen oder kriegsähnlichen Konflikten des 20. Jahrhunderts gingen nach <a href="Annette_Treibel-Illian" title="Annette Treibel-Illian">Annette Treibel-Illian</a> verstärkt <a href="Zwangsmigration" title="Zwangsmigration">Zwangsmigrationen</a> in Form von <a href="Deportation" title="Deportation">Deportationen</a> und <a href="Vertreibung" title="Vertreibung">Vertreibungen</a> hervor, zum Beispiel als Folge der <a href="Oktoberrevolution" title="Oktoberrevolution">Russischen Revolution</a>, der <a href="Kleinasiatische_Katastrophe" class="mw-redirect" title="Kleinasiatische Katastrophe">Kleinasiatischen Katastrophe</a>, dem <a href="Stalinismus" title="Stalinismus">Stalinismus</a> der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a>, der Deportationen von Juden und <a href="NS-Zwangsarbeit" class="mw-redirect" title="NS-Zwangsarbeit">Zwangsarbeitern</a> sowie der Vertreibung von Polen und ethnischen Minderheiten durch das <a href="Drittes_Reich" title="Drittes Reich">Dritte Reich</a> oder bei der <a href="Westverschiebung_Polens" class="mw-redirect" title="Westverschiebung Polens">Westverschiebung Polens</a> nach dem <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> oder der <a href="Teilung_Indiens" title="Teilung Indiens">Teilung Indiens</a>. Zu Ende des 20. Jahrhunderts – nach dem Ende des <a href="Kalter_Krieg" title="Kalter Krieg">Ost-West-Konflikts</a> scheint das weltweite Wanderungsgeschehen an Komplexität zuzunehmen. Die klassischen Migrationsformen <a href="Einwanderung" title="Einwanderung">Einwanderung</a>, <a href="Gastarbeiter" title="Gastarbeiter">Gastarbeit</a> und Flucht treten weniger in Reinform als in Varianten auf.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Unterscheidung_spezifischer_Migrationsweisen_und_-beteiligungen">Unterscheidung spezifischer Migrationsweisen und -beteiligungen</h2></div>
<p>Migrierende Menschen sind mobiler als andere, stellt <a href="Annette_Treibel" class="mw-redirect" title="Annette Treibel">Annette Treibel</a> fest, und will das nicht allein räumlich, sondern auch psychisch und sozial verstanden wissen: „Sie lenken ihre Unzufriedenheit mit den Lebensbedingungen in den Wanderungsentschluss um.“<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bewegen sich Wanderungen innerhalb eines Landes, so handelt es sich um eine <a href="Binnenwanderung" title="Binnenwanderung">Binnenwanderung</a>. Werden Staatsgrenzen überschritten, so geht es sich aus Sicht des Herkunftslandes um <a href="Auswanderung" title="Auswanderung">Auswanderung</a> (Emigration) und aus Sicht des Aufnahmelandes um <a href="Einwanderung" title="Einwanderung">Einwanderung</a> (Immigration). <a href="Transitland" title="Transitland">Transitstaaten</a> dienen dem temporären Aufenthalt beim Übergang vom Herkunfts- ins Zielland.
</p>
<p><i>Unfreiwillige Migranten</i> sind <a href="Fl%C3%BCchtling" title="Flüchtling">Flüchtlinge</a>, <a href="Verschleppung" title="Verschleppung">Zwangsverschleppte</a> oder von <a href="Naturkatastrophe" title="Naturkatastrophe">Naturkatastrophen</a> vertriebene Menschen. Allerdings ist die Unterscheidung zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Migration relativ, weil fast immer gewisse Zwänge (z. B. Ressourcenknappheit, unsichere Lage) mitentscheidend für eine Migrationsentscheidung sind. Flüchtlinge sind Menschen, die vor Kriegen, vor <a href="Politische_Verfolgung" title="Politische Verfolgung">politischer</a> oder <a href="Religi%C3%B6se_Verfolgung" title="Religiöse Verfolgung">religiöser Verfolgung</a> oder auch vor Naturkatastrophe und <a href="Umweltschaden" title="Umweltschaden">Umweltschäden</a> (<a href="Umweltmigration" title="Umweltmigration">Umweltmigration</a>) geflohen sind. Der letztere Migrationsanstoß dürfte vor allem im Zuge der <a href="Globale_Erw%C3%A4rmung" title="Globale Erwärmung">globalen Erwärmung</a> weiter an Bedeutung gewinnen, auch wenn die gegenwartsbezogenen Schätzungen stark schwanken. Allein der Meeresspiegelanstieg droht in den tiefer gelegenen Regionen Asiens die Reisproduktion und somit die Reisversorgung für rund 200 Millionen Menschen unmittelbar zu gefährden.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Es besteht auch ein wesentlicher Zusammenhang zwischen Kulturgutzerstörung und Flucht beziehungsweise Migration, wie der Präsident von <a href="Blue_Shield_International" title="Blue Shield International">Blue Shield International</a>, <a href="Karl_Habsburg-Lothringen" title="Karl Habsburg-Lothringen">Karl von Habsburg</a>, bei einem Kulturgutschutz-Einsatz im April 2019 im Libanon mit der <a href="United_Nations_Interim_Force_in_Lebanon" title="United Nations Interim Force in Lebanon">United Nations Interim Force in Lebanon</a> erläuterte: „Kulturgüter sind ein Teil der Identität der Menschen, die an einem bestimmten Ort leben. Zerstört man ihre Kultur, so zerstört man damit auch ihre Identität. Viele Menschen werden entwurzelt, haben oft keine Perspektiven mehr und flüchten in der Folge aus ihrer Heimat.“<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei folgt auch Fluchtmigration oft den persönlichen Verhältnissen: Während die Ärmeren sich nur die Flucht in Nachbarregionen leisten können, haben besser Gestellte eher die Chance, entferntere Regionen zu erreichen.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ob solche „unfreiwillige Migranten“ überhaupt als Migranten zu betrachten sind, ist umstritten.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-BPB_9-1" class="reference"><a href="#cite_note-BPB-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Kriegsfl%C3%BCchtling" title="Kriegsflüchtling">Kriegsflüchtling</a></i></div>
<p>Sowohl Zivil- als auch Militärpersonen fliehen unter Umständen in großer Zahl vor kriegerischen Auseinandersetzungen.
</p><p>Laut der <a href="Genfer_Fl%C3%BCchtlingskonvention" class="mw-redirect" title="Genfer Flüchtlingskonvention">Genfer Flüchtlingskonvention</a> vom 28. Juli 1951 ist Fluchtmigration die räumliche Bewegung einer Person, die „aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will.“
</p><p>Wirtschaftliche Gründe werden für die Definition einer Person als <a href="Fl%C3%BCchtling" title="Flüchtling">Flüchtling</a> in der Genfer Flüchtlingskonvention nicht anerkannt. Migration erfolgt jedoch in der Regel mit der Hoffnung auf eine Verbesserung der Lebenssituation. In solchen Fällen stellt sich das Problem der Unterscheidung zwischen Freiwilligkeit und „ökonomischem Zwang“. Individuen sind in unterschiedlichem Maße fähig und willens, Frustrationen zu ertragen (<a href="Frustrationstoleranz" title="Frustrationstoleranz">Frustrationstoleranz</a>). Und auch wenn sie nicht im <a href="Status_quo" title="Status quo">Status quo</a> zu verharren bereit sind, haben sie unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten: Sie können ihre Umgebung verändern oder ihr zu entkommen versuchen.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Fahnenflucht" title="Fahnenflucht">Fahnenflucht</a></i></div>
<p>Die Strafverfolgung wegen <a href="Fahnenflucht" title="Fahnenflucht">Fahnenflucht</a> und <a href="Kriegsdienstverweigerung" title="Kriegsdienstverweigerung">Kriegsdienstverweigerung</a> lässt viele Flüchtlinge Schutz vor der Verfolgung im Ausland suchen. Diese Flucht gelingt oft nur wenigen Deserteuren.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In vielen Staaten wird Desertion nicht unmittelbar als Schutzgrund anerkannt. So besteht in der Bundesrepublik kein Recht auf Asyl für Deserteure: „In der bundesrepublikanischen Rechtsprechung zur Gewährung von Asyl wird darauf insistiert, dass jeder Staat das Recht habe, seine Bürger zum Kriegsdienst heranzuziehen.“<sup id="cite_ref-s150_24-0" class="reference"><a href="#cite_note-s150-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Auch die Gefahr, im Herkunftsgebiet wieder im Krieg eingesetzt zu werden, schützt die Deserteure nicht vor einer Abschiebung.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Möglichkeit der Anerkennung in der Rechtsprechung besteht, „wenn nachgewiesen werden kann, dass die Rekrutierung auf der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Ethnie basiert, sie also eine Diskriminierung darstellt“.<sup id="cite_ref-s150_24-1" class="reference"><a href="#cite_note-s150-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Arbeitsmigration" title="Arbeitsmigration">Arbeitsmigration</a></i></div>
<p>Arbeitsmigranten sind Menschen, welche aus ihrer Heimat zum Zweck der Beschäftigung in ein fremdes Land auswandern. Die Wanderungsbewegung erfolgt in der Regel von industriell gering entwickelten Ländern in <a href="Industrienation" class="mw-redirect" title="Industrienation">Industrienationen</a>. Mit bilateralen <a href="Anwerbeabkommen" title="Anwerbeabkommen">Anwerbeabkommen</a>, versuchen diese ihren Arbeitskräftemangel zu beheben. Um hochqualifizierte Arbeitskräfte gibt es einen globalen Wettbewerb.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Bildungsmigration" title="Bildungsmigration">Bildungsmigration</a></i></div>
<p>Eine wachsende Rolle spielt die Bildungsmigration, obwohl sie keine ganz neue Erscheinung ist. Immer mehr Länder bemühen sich heute, attraktive Bedingungen der Ausbildung, des Studiums und der Forschung zu schaffen, um wanderungswillige und qualifizierte Personen zu gewinnen.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Laut einer 2015 veröffentlichten OECD-Studie ist <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a> das Industrieland mit der höchsten Zahl von Personen, die <a href="Auslandsstudium" title="Auslandsstudium">zum Studium ins Ausland ziehen</a>; das meistbesuchte Zielland deutscher Studenten ist Österreich.
</p><p><span id="Transmigration"></span>
<i>Transmigration</i> bezeichnet das Pendeln von Migranten zwischen Wohnorten in unterschiedlichen Kulturen. Transmigranten zeichnen sich u. a. durch hohe Formalqualifikation und räumliche Mobilität bei Beibehaltung der sozialen Bindung an die Herkunftsgesellschaft aus. Verbunden mit dem Begriff sind Fragen der Identitätsbildung (Stichworte: „<a href="Third_Culture_Kid" title="Third Culture Kid">Third-culture kids</a>“, Bikulturalität). Aus Untersuchungen geht hervor, dass die Qualifikation von Migranten ihre Identität beeinflusst und dass es insbesondere Hochqualifizierte sind, die ihre Identität nicht (mehr) nationalstaatlich definieren.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für Industriestaaten, international aufgestellte Unternehmen oder Forschungseinrichtungen ist das Wanderungsverhalten von gut ausgebildeten Fachkräften von Interesse. Sie gelten als diejenigen, die aufgrund ihrer Qualifikation und Erfahrung, aber auch wegen ihrer weltweiten Vernetzung Innovationsvorsprünge schaffen und transportieren.
</p><p>Der Soziologe <a href="Christoph_Butterwegge" title="Christoph Butterwegge">Christoph Butterwegge</a> spricht von einer <a href="Polarisierung_(Politik)" title="Polarisierung (Politik)">Polarisierung</a> der Migration in „Elends- und Fluchtmigration“ einerseits und einer „Eliten- und Expertenmigration“ andererseits,<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> „bei der sich Höchstqualifizierte, wissenschaftlich-technische, ökonomische und politische Führungskräfte sowie künstlerische- und Sportprominenz heute hier, morgen dort niederlassen, sei es, weil ihre Einsatzorte rotieren, der berufliche Aufstieg durch eine globale Präsenz erleichtert wird oder Steuervorteile zum modernen Nomadentum einladen.“<sup id="cite_ref-butterwegge-2006_30-0" class="reference"><a href="#cite_note-butterwegge-2006-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Elendsmigration unterliege sehr viel restriktiveren und repressiveren Formen der Regulierung als die Eliten- und Expertenmigration.<sup id="cite_ref-butterwegge-2006_30-1" class="reference"><a href="#cite_note-butterwegge-2006-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zunehmende Bedeutung hat zudem die „<a href="Altersmigration" title="Altersmigration">Altersmigration</a>“ oder „Ruhesitzmigration“.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dagegen ist die „Heiratsmigration“ in Deutschland der wichtigste Grund für die Einwanderung von Drittstaatsangehörigen.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das deutsche <i><a href="Ausl%C3%A4nderrecht" title="Ausländerrecht">Ausländerrecht</a></i> definiert Migranten als „Oberbegriff für Menschen nicht deutscher Herkunft“ und schließt neben Ausländern auch „eingebürgerte deutsche Staatsangehörige und Aussiedler“ ein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Forschungsaspekte_und_Theoriebildung">Forschungsaspekte und Theoriebildung</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Migrationsforschung" title="Migrationsforschung">Migrationsforschung</a> und <a href="Migrationssoziologie" title="Migrationssoziologie">Migrationssoziologie</a></i></div>
<p>Die aufgrund der Vielfältigkeit ihres Gegenstandes in unterschiedlichen Disziplinen stattfindende Migrationsforschung wird zunehmend auch in interdisziplinärer Zusammenarbeit von Wissenschaftlern betrieben. Migrationsprozesse und -rückwirkungen sind komplex, „sowohl hinsichtlich der verschiedenen Hürden und Etappen auf Wanderungen selbst als auch in Folge der vielfältigen Veränderungen in den Herkunfts-, Transit- und Zielgesellschaften, die durch die Wanderungen entstehen. Sie sind daher Forschungsgegenstand vieler Disziplinen und werden vor dem Hintergrund der jeweiligen Theoriebildung diskutiert, weshalb meist nur spezifische Segmente von Migrationsphänomenen behandelt werden. Da dies jeweils von einer ganz bestimmten Perpektive aus geschieht, die von anderen Disziplinen nicht eingenommen wird, ist es sinnvoll, Migrationsforschung interdisziplinär anzulegen“.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Motivationsfaktor_Wirtschafts-_und_Wohlstandsgefälle"><span id="Motivationsfaktor_Wirtschafts-_und_Wohlstandsgef.C3.A4lle"></span>Motivationsfaktor Wirtschafts- und Wohlstandsgefälle</h3></div>
<p>Die wirtschaftlich unterschiedlichen Niveaus von Herkunfts- und Ankunftsregion wirken als sogenannte <a href="Push-Pull-Modell_der_Migration" title="Push-Pull-Modell der Migration">Push- und Pull-Faktoren</a> auf individueller und auf struktureller Ebene einer Volkswirtschaft. Dabei stehen den abstoßenden (Push-)Faktoren in den Herkunftsländern anziehende (Pull-)Faktoren in den Einwanderungsländern gegenüber. Typische mögliche Auslöser für Migrationsströme sind Konstellationen, in denen wirtschaftsgeografisch ein Nord/Süd-, Ost/West- oder Stadt/Land-Gefälle sichtbar gemacht werden kann.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Als weitere für Migrationsentscheidungen wichtige Faktoren gelten außer Einkommensentscheidungen auch Alter, Beruf und familiäre Einbindung der potentiellen Migranten sowie Arbeitslosenquote und <a href="Migrationspolitik" class="mw-redirect" title="Migrationspolitik">Zuwanderungspolitik</a> des Ziellandes.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Insbesondere bei der Anwerbung von Fachkräften ist neben der Sprache und der Arbeitsmarktsituation im Zielland auch die Perspektive auf dauerhaften Aufenthalt und Einbürgerung, auf Familiennachzug und auf berufliche Selbständigkeit von Bedeutung.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei Fluchtmigration vor dem Hintergrund von Kriegshandlungen (<a href="Kriegsfl%C3%BCchtling" title="Kriegsflüchtling">Kriegsflucht</a>) oder Naturkatastrophen (<a href="Umweltmigration" title="Umweltmigration">Umweltmigration</a> bzw. <a href="Umweltfl%C3%BCchtling" title="Umweltflüchtling">-flucht</a>) zeigen sich vorherrschend die Push-Faktoren; andererseits finden sich auch „vorausplanende“ Fluchtmigranten, sodass für Flüchtlinge wie für Arbeitsmigranten insgesamt ein Gemenge von Schub- und Sogfaktoren zugrunde zu legen ist. „Der Verlauf von Fluchtbewegungen hängt einerseits von den nationalen politischen Systemen und dem internationalen Flüchtlingssystem und andererseits von den Ressourcen, Handlungschancen und den Netzwerken ab, auf die Flüchtlinge zurückgreifen können.“<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fachkräftemangel"><span id="Fachkr.C3.A4ftemangel"></span>Fachkräftemangel</h3></div>
<p>Durch die <a href="Anwerbepolitik_der_Bundesrepublik_Deutschland" title="Anwerbepolitik der Bundesrepublik Deutschland">Anwerbepolitik der Bundesrepublik Deutschland</a> kamen von 1955 bis 1973 etwa 14 Millionen <a href="Gastarbeiter" title="Gastarbeiter">Gastarbeiter</a> in die Bundesrepublik.
Wirtschaftspolitisch vielfach gewünscht und nachgefragt ist die Zuwanderung von hochausgebildeten und gut situierten Fachkräften <i>(high skilled migration)</i>. Wenn in Deutschland aus demografischen Gründen zunehmend ein <a href="Fachkr%C3%A4ftemangel" title="Fachkräftemangel">Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften</a> zu erwarten ist, dürfte sich (trotz Wirtschaftskrise) die innerdeutsche und Ost-West-Konkurrenz der Metropolen und Regionen um diese Fachkräfte verstärken (Stand: 2010).<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Angesichts alternder Gesellschaften und des Fachkräftemangels stehen viele Länder im weltweiten Wettbewerb um die Zuwanderung von Talenten. Trotzdem bestehen noch viele Hürden, die die Arbeitsmobilität auch von Hochqualifizierten einschränken.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Gesellschaftspolitische_Probleme_und_Lösungsansätze"><span id="Gesellschaftspolitische_Probleme_und_L.C3.B6sungsans.C3.A4tze"></span>Gesellschaftspolitische Probleme und Lösungsansätze</h2></div>
<p>Gelingende Integration von Zuwanderern ist ein an vielfältige Bedingungen gebundener Prozess, wie <a href="Jochen_Oltmer" title="Jochen Oltmer">Jochen Oltmer</a> schon für die Ausgangslage der Wandernden zeigt: „Migranten agieren als Individuen und in Netzwerken oder Kollektiven mit unterschiedlichen Autonomiegraden vor dem Hintergrund verschiedener Erfahrungshorizonte im Gefüge von gesellschaftlichen Erwartungen und Präferenzen, Selbst- und Fremdbildern, Normen, Regeln und Gesetzen. Sie verfolgen dabei ihre eigenen Interessen und Ziele, verfügen über eine jeweils unterschiedliche Ausstattung mit ökonomischem, kulturellem, sozialem, juridischem und symbolischem Kapital mit der Folge je verschieden ausgeformter Handlungsspielräume.“<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die angestrebte Art der Einbeziehung von Zuwanderern unterscheidet sich deutlich in den einzelnen Aufnahmegesellschaften, nicht nur begrifflich. Dazu heißt es bei Ingrid Oswald: „Unter <a href="Assimilation_(Soziologie)" title="Assimilation (Soziologie)">Assimilation</a> wird der Prozess verstanden, in dem sich kulturelle, ethnische oder religiöse Minderheiten an die <a href="Mehrheitsgesellschaft" title="Mehrheitsgesellschaft">Mehrheitsgesellschaft</a> anpassen und deren Werte und Lebensweisen übernehmen.“ Damit sei letztlich die allmähliche Aufgabe der Herkunftskultur bzw. das Verblassen ihrer Elemente unter dem Eindruck der neuen Kultur gemeint. „Begriffe wie »<a href="Akkulturation" title="Akkulturation">Akkulturation</a>« oder »Integration« bezeichnen dagegen Eingliederungsprozesse, bei denen die Annäherung an die Zielkultur weit oberflächlicher sein kann bzw. auf eine gegenseitige Annäherung von Minderheits- und Mehrheitskultur verweisen.“
</p><p>Problemlose Integration findet, wo sie vorkommt, nur selten die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Wissenschaft, die beide eher auf Probleme reagieren, wie es bei Franck Düvell heißt. Diese entstehen aus seiner Sicht vornehmlich, wenn die aufnehmende Gesellschaft sich zu ablehnend verhält, wenn Migranten die Integration ihrerseits ablehnen oder wenn die Politik passiv verharrt oder abweisende Signale setzt.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Für Treibel wäre schon viel gewonnen, wenn sich der Ton änderte, in dem über und mit Migranten gesprochen wird. „An die Stelle von herablassender Duldung, Bevormundung, Ausgrenzung oder Unterstellung einer mangelnden Integrationsbereitschaft sollte die Unterstellung treten, daß die Mehrheit der Zugewanderten gute Gründe für die Migration hat und ihr Aktivitätspotential mit der Einreise keineswegs erschöpft ist. Hieran können und sollten Angebote der gesellschaftlichen <a href="Partizipation" title="Partizipation">Teilhabe</a> anschließen.“<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Integrationshürden"><span id="Integrationsh.C3.BCrden"></span>Integrationshürden</h3></div>
<p>Maßgebliche Einflussgrößen für Integrationsverläufe von Migranten sind neben dem Zugang zu Arbeitsmarkt und Beschäftigung das Hineinfinden in Sprache und Kultur der Aufnahmegesellschaft durch adäquate Bildungsangebote und zunehmend gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Doch hat der Migrantenstatus, sofern er überhaupt die Aufnahme von Erwerbsarbeit zulässt, in der Regel eine Beschäftigung in den unteren Rängen der gesellschaftlichen Hierarchie zur Folge, oft verbunden mit der Entwertung der am Herkunftsort erworbenen Qualifikationen.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Kulturelle oder ethnische Andersartigkeit der Zuwanderer dient den Einheimischen als Zurückweisungsgrund aus Angst vor eigenem Status- bzw. Ansehensverlust. Nicht Qualifikation oder Leistung, sondern die ethnische Herkunft liegt dieser „Unterschichtung“ zugrunde. Als treibende Kraft von Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sieht Treibel unterprivilegierte Einheimische ohne Mobilitätschancen oder solche mit Furcht vor Deklassierung. „Der Wunsch der Einheimischen, die Zugewanderten möglichst tief zu platzieren, korrespondiert mit dem Bestreben der Unternehmen und Branchen, sich mit den Zuwanderinnen und Zuwanderern flexible und ausgrenzbare <i>Reservearbeitskräfte</i> zu sichern. Dies betrifft insbesondere weniger angesehene Branchen wie die Gastronomie oder die Landwirtschaft oder krisenanfällige Branchen wie den Bergbau oder die Bauwirtschaft.“<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Fehlwahrnehmung, <a href="Stereotyp" title="Stereotyp">Stereotypisierung</a> und <a href="Fremdenfeindlichkeit" title="Fremdenfeindlichkeit">Fremdenfeindlichkeit</a> existieren aber auch ohne Konkurrenzmotive auf dem Arbeitsmarkt. Abgrenzungsverhalten tritt nicht nur zwischen Zuwanderern und Langzeiteinwohnern, sondern auch unter Zuwanderern unterschiedlicher Herkunft auf, „die um Gesellschaftsinterpretationen streiten und um die geringer werdenden <a href="Ressource" title="Ressource">Ressourcen</a> konkurrieren“.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Speziell in Deutschland ist zu beobachten, dass die Kinder von Zugewanderten die Möglichkeiten schulischer und beruflicher Bildung oft nicht ausschöpfen können. „In vielen Zuwandererfamilien kumulieren die Benachteiligungen: Arbeitslosigkeit, formal nicht anerkannte höhere Schul- oder Berufsbildung, beengte Wohnverhältnisse in stigmatisierten städtischen Bezirken, <a href="Trauma_(Psychologie)" title="Trauma (Psychologie)">Traumatisierungen</a> infolge Vertreibung, Flucht oder des Migrationsverlaufs, geringe Deutschkenntnisse und Kontakte zu Einheimischen etc.“<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Benachteiligung und Diskriminierung in den Aufnahmegesellschaften können Einwanderer auf die mitgebrachten ethnischen und kulturellen Bindungen zurückverweisen, eine Re-Ethnisierung bewirken, die der Integration entgegenwirkt und der Ausbildung von <a href="Parallelgesellschaft" title="Parallelgesellschaft">Parallelgesellschaften</a> Vorschub leistet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Integrationsförderliches"><span id="Integrationsf.C3.B6rderliches"></span>Integrationsförderliches</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Integration_von_Zugewanderten" title="Integration von Zugewanderten">Integration von Zugewanderten</a></i></div>
<p>Positive Weichenstellungen für das Hineinfinden in eine andere als die gewohnte Kultur und Gesellschaft beginnen damit, dass die Mehrzahl der Migranten die eigene Lebenssituation am neuen Ort zunächst als besser empfindet als die vorherige.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Unterstützung erhalten Migrationswillige auf der Wanderung und in den Aufnahmegesellschaften durch Kommunikationsnetzwerke von Eingewanderten, die ihre Erfahrungen weitergeben und Optionen für Unterkunft und Arbeitsbeschaffung vermitteln.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> „Knotenpunkte bilden ethnische Gemeinden und Migrantenunternehmen, weil in ihnen der Warenabsatz, aber auch die Rekrutierung billiger Arbeitskräfte organisiert werden kann.“<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Fortschreitende Integration braucht aber auch Zeit. Denn mit steigender Aufenthaltsdauer, so Treibel, bezögen die Zugewanderten ihre Werte, Normen und Ansprüche immer mehr aus dem Konzept der Aufnahmegesellschaft. Zu vollständiger Assimilation komme es aber auch nach mehreren Generationen nicht. Die Identifikation mit der ethnischen Herkunft dauere auch bei den im Einwanderungsland Geborenen fort. „Diese Ethnizität richtet sich allerdings nicht mehr auf die Herkunftsgesellschaft oder die <i>ethnic community</i>.“ Vielmehr gingen die Normen von Herkunfts- und Aufnahmegesellschaft eine neue Verbindung ein.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Wo Aufnahmegesellschaften es für politisch wünschenswert erachten, dass die Einwandernden sich auf demokratische Weise mit dem für sie neuen Gemeinwesen identifizieren und sich <a href="Loyalit%C3%A4t" title="Loyalität">loyal</a> dazu verhalten, kann dies laut Oswald nur erreicht werden, wenn ihnen von den Einheimischen die staatsbürgerliche, soziale und kulturelle Gleichberechtigung eingeräumt wird. Im Rahmen eines Wohlfahrtsstaates beziehe sich das auf soziale Gleichberechtigung und das Anrecht auf <a href="Subsidiarit%C3%A4t" title="Subsidiarität">subsidiäre</a> Unterstützung bei Bedürftigkeit.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Internationale_Migrationspolitik">Internationale Migrationspolitik</h2></div>
<p>Mit dem Prozess der Globalisierung, heißt es bei Düvell, haben die Möglichkeiten für die <a href="Globalisierung#Mobilität_von_Personen" title="Globalisierung">geographische Mobilität</a> von Menschen zugenommen. Sie seien immer weniger sesshaft, und es bestehe die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der einmal in Bewegung gekommen ist, noch einmal migriere. Charakteristisch für Migrationsbewegungen unter den Bedingungen der Globalisierung seien Wanderungen von Experten, von Studierenden und von Haushaltsgehilfen. „Diese drei Wanderungstypen haben in allen <a href="OECD" class="mw-redirect" title="OECD">OECD</a>-Staaten, den meisten Ölförderstaaten und regionalen Akkumulationszentren enorm zugenommen.“<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Dominiert werde das internationale Migrationsgeschehen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs von Asiaten und Afrikanern sowie von Mittel- und Südamerikanern. Doch lasse sich ein Trend beobachten, wonach es Flüchtlingen zunehmend schwer gemacht wird, in westlichen Industrienationen Fuß zu fassen. Das zeigten Maßnahmen wie die <a href="Visum" title="Visum">Visapflicht</a>, die <a href="Sicherer_Drittstaat" title="Sicherer Drittstaat">Sichere-Drittstaaten-Regelung</a>, die Bekämpfung <a href="Illegale_Einwanderung_und_illegaler_Aufenthalt" title="Illegale Einwanderung und illegaler Aufenthalt">illegaler Migration</a> sowie die In-die-Pflichtnahme von Transportunternehmen, Migranten ohne Papiere auf eigene Kosten zurückzutransportieren.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Widersprüchliche_Entwicklungen"><span id="Widerspr.C3.BCchliche_Entwicklungen"></span>Widersprüchliche Entwicklungen</h3></div>
<p>Wegen der sehr beschränkten Handlungsmacht der Betroffenen kommt es auf der Flucht oft zu einer paradoxen Immobilisierung: Grenzen oder unüberwindliche natürliche Hindernisse stoppen die Migranten; (finanzieller) Ressourcenmangel, fehlende Papiere oder mangelnde Netzwerke lähmen das Fortkommen. Damit verbunden sind „Camp-Urbanisierung“ und die Entwicklung von „Camp-Cities“, laut Oltmer zum Teil mit Großstadtcharakter.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Restriktive Regelungen können Wanderungen aber nicht vollständig verhindern. Wirtschaftlich prosperierende Wohlstandsregionen ziehen Zuwanderer an und profitieren davon auch teilweise. Ökonomische Bedeutung hat das für die Herkunftsländer im globalen Süden. „2016 lagen die <a href="R%C3%BCck%C3%BCberweisung_(Migranten)" title="Rücküberweisung (Migranten)">Geldüberweisungen</a>, die Migranten an ihre Verwandten allein in den ‚Entwicklungsländern‘ schickten, nach Schätzungen der Weltbank bei mindestens 440 Milliarden US-Dollar. Die Beträge übertrafen damit den Umfang der staatlichen Zahlungen im Rahmen der <a href="Entwicklungszusammenarbeit" title="Entwicklungszusammenarbeit">Entwicklungszusammenarbeit</a> um fast das Dreifache.“<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wie der niederländische Migrationsforscher Hein de Haas anhand zahlreicher Beispiele aufzeigt, haben restriktive Regelungen den gegenteiligen Effekt und erhöhen die Migration und die Migrantenzahlen noch. Es komme zum einen zu einer „Torschluss-Migration“, so dass möglichst viele noch vor dem Inkrafttreten der Begrenzungen das Zielland zu erreichen versuchen. Zudem hindern Verschärfungen nicht nur an der Einreise, sondern auch an der Ausreise, denn Migranten, die mit dem Gedanken an eine – endgültige oder zeitweilige – Rückkehr in ihr Herkunftsland gespielt haben, blieben nun in ihrem Zielland, wenn sie fürchten müssten, nicht wieder einreisen zu können, und würden dann gegebenenfalls auch ihre Familien nachholen, denen der Nachzug aus Gründen des Schutzes der Familie nicht verwehrt werden könne. Entsprechend komme durch Restriktionen die <a href="Zirkul%C3%A4re_Migration" title="Zirkuläre Migration">zirkuläre Migration</a>, also die von der Nachfrage nach Arbeitskräften abhängige Ein- und Wiederausreise, zum Erliegen, was die Migrantenzahl ebenfalls erhöhe.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Tradierte_Einstellungsunterschiede">Tradierte Einstellungsunterschiede</h3></div>
<p>Hinsichtlich der Aufnahmegesellschaften unterscheidet man <i>formelle</i> und <i>informelle</i> <i><a href="Einwanderungsland" title="Einwanderungsland">Einwanderungsländer</a></i>. Für die formellen Einwanderungsländer ist Einwanderung ein Teil ihres Selbstverständnisses, was sich in der <a href="Gesetzgebung" title="Gesetzgebung">Gesetzgebung</a> und den Institutionen niederschlägt. Informelle Einwanderungsländer verstehen sich als Aufnahmeländer für beschränkte Einwanderungsgruppen. Klassisches Beispiel für ein formelles Einwanderungsland in <a href="Europa" title="Europa">Europa</a> ist <a href="Frankreich" title="Frankreich">Frankreich</a> wegen der Zuwanderung aus seinen ehemaligen Kolonien. Weltweit genießen die <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a>, <a href="Kanada" title="Kanada">Kanada</a> und <a href="Australien" title="Australien">Australien</a> diesen Ruf. Europa zählt inzwischen als Einwanderungskontinent. Ein Beispiel für ein informelles Einwanderungsland ist die Bundesrepublik <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a>, die traditionell offen für deutschstämmige Aussiedler und politisch Verfolgte ist, oder auch <a href="Israel" title="Israel">Israel</a>, das allen Juden zur Einwanderung offensteht (<a href="Alija" title="Alija">Alija</a>). Die Grenzen zwischen formell und informell sind dabei keineswegs feststehend. <a href="Schweden" title="Schweden">Schweden</a> entwickelte sich z. B. vom formellen zum informellen Einwanderungsland. Die <a href="Niederlande" title="Niederlande">Niederlande</a> sind ein informelles Einwanderungsland, aber mit multikultureller Prägung, und auf die <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a> trifft keines der Kriterien zu.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Harmonisierungsansätze_und_-probleme"><span id="Harmonisierungsans.C3.A4tze_und_-probleme"></span>Harmonisierungsansätze und -probleme</h3></div>
<p>Während klassische Einwanderungsländer wie die USA, Kanada und Australien über lange Zeit eine liberale Einwanderungspolitik befolgten, die sich jeweils auf das Selbstverständnis als Nation von Einwanderern bezog – welche vor materieller Not, Bedrohung und Verfolgung geflohen waren und die ihnen Schutz bietende Gesellschaft aufgebaut hatten –, entwickelte sich in Europa im Zuge des Einigungsprozesses eine gemeinsame Praxis verschärfter politischer und legislativer Regulierung. Dazu gehören das <a href="Verordnung_(EU)_Nr._604/2013_(Dublin_III)" title="Verordnung (EU) Nr. 604/2013 (Dublin III)">Dublin-Verfahren</a>, eine restriktivere <a href="Asylpolitik_der_Europ%C3%A4ischen_Union" title="Asylpolitik der Europäischen Union">Handhabung des Asylrechts</a> sowie Maßnahmen zu wirksamerer Kontrolle und Abriegelung der <a href="Europ%C3%A4ische_Union" title="Europäische Union">EU</a>-Außengrenzen mittels <a href="Eurosur" title="Eurosur">Eurosur</a> und <a href="Frontex" title="Frontex">Frontex</a>. Da es in einigen Wirtschaftssektoren an Arbeitskräften fehlt, werden in vielen europäischen Ländern aber auch Modelle der klassischen Einwanderungsländer diskutiert, so z. B. <a href="Punktesystem_(Einwanderung)" title="Punktesystem (Einwanderung)">Punktesysteme</a> für die Anwerbung qualifizierter Zuwanderer.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nirgendwo in der Welt, konstatiert Oswald, werde unkontrollierte Zuwanderung gestattet oder würden Grenzen aus rein humanitären Gründen geöffnet. „Selbst die liberalste Einwanderungspolitik ist auch <a href="Bev%C3%B6lkerungspolitik" title="Bevölkerungspolitik">Bevölkerungs-</a> und <a href="Wirtschaftspolitik" title="Wirtschaftspolitik">Wirtschaftspolitik</a>.“<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Düvell spricht vom „Migrationsdilemma der Globalisierung“: „Einerseits erfordern unternehmerische Überlegungen die so weit als möglich uneingeschränkte Mobilität von Arbeitskräften, andererseits ist diese politisch unerwünscht.“ Bislang hätten es weder die Politik, noch die Politikwissenschaften oder die politische Philosophie vermocht, globalisierte Märkte, das Konzept des Nationalstaates, liberale Prinzipien und die Bewegungsfreiheit von Menschen miteinander zu versöhnen.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für Treibel lassen die verstärkten Wanderungen seit Ende des 20. Jahrhunderts erwarten, dass entwickeltere Regionen und Gesellschaften auf lange Sicht mit dem Problem des Umgangs mit Zugewanderten konfrontiert sein werden. „Italien ist ein Beispiel dafür, wie der relativ unvermittelte Wandel eines Landes vom Auswanderungsland (mit vielen bisher als unterentwickelt geltenden Regionen) zum Einwanderungsland seit Mitte der 1980er Jahre innergesellschaftliche Spannungen verschärft.“<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei entstünden Migrationsbewegungen keineswegs zufällig, sondern als Folge politischer Entscheidungen und ökonomischer Entwicklungen. Eine Zunahme <a href="Illegale_Einwanderung_und_illegaler_Aufenthalt" title="Illegale Einwanderung und illegaler Aufenthalt">illegaler Zuwanderung</a> könne im Grunde niemanden überraschen, wenn etwa in Deutschland die Möglichkeiten für eine legale Zuwanderung immer weniger existierten. Es liege nahe, dass verstärkte Restriktionen der Regierung eines Landes die Zuwanderungsströme in andere Länder lenkten.<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der <a href="Globaler_Pakt_f%C3%BCr_eine_sichere%2C_geordnete_und_regul%C3%A4re_Migration" title="Globaler Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration">Globale Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration</a> gilt als Beitrag zur Erfüllung der <a href="Ziele_f%C3%BCr_nachhaltige_Entwicklung" title="Ziele für nachhaltige Entwicklung">Ziele für nachhaltige Entwicklung</a> für 2030, Punkt 10.7.<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieser ist als untergeordneter Aspekt des Ziels Nr. 10 („Verringerung der Ungleichheit zwischen den Staaten“) formuliert und sieht vor, eine ordentliche, sichere, geregelte und verantwortliche Migration und Mobilität zu ermöglichen.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Zahlen">Zahlen</h2></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Nettomigrationsrate" title="Liste der Länder nach Nettomigrationsrate">Liste der Länder nach Nettomigrationsrate</a> und <a href="Einwandereranteile_nach_L%C3%A4ndern" title="Einwandereranteile nach Ländern">Einwandereranteile nach Ländern</a></div>
<table style="width:300px; margin:0;" class="wikitable float-right wikitable sortable float-right">
<tbody><tr class="hintergrundfarbe5">
<th style="width:10%">Jahr
</th>
<th style="width:30%">Weltbevölkerung
</th>
<th style="width:30%">Migranten weltweit
</th>
<th style="width:30%">Anteil Migranten an der Weltbevölkerung
</th></tr>
<tr>
<td>1990</td>
<td>5,3 Milliarden<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></td>
<td>151–156 Millionen</td>
<td>2,9 %<sup id="cite_ref-bpb15_65-0" class="reference"><a href="#cite_note-bpb15-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td></tr>
<tr>
<td>2000<sup id="cite_ref-spiegel-online-2018-01-14_66-0" class="reference"><a href="#cite_note-spiegel-online-2018-01-14-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></td>
<td>6,1 Milliarden</td>
<td>173 Millionen</td>
<td>2,8 %<sup id="cite_ref-bpb15_65-1" class="reference"><a href="#cite_note-bpb15-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td></tr>
<tr>
<td>2015<sup id="cite_ref-bpb15_65-2" class="reference"><a href="#cite_note-bpb15-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-spiegel-online-2018-01-14_66-1" class="reference"><a href="#cite_note-spiegel-online-2018-01-14-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></td>
<td>7,3 Milliarden</td>
<td>244 Millionen</td>
<td>3,3 %
</td></tr>
<tr>
<td>2017</td>
<td>7,5 Milliarden<sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></td>
<td>258 Millionen<sup id="cite_ref-bpb17_68-0" class="reference"><a href="#cite_note-bpb17-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></td>
<td>3,4 %
</td></tr></tbody></table>
<p>Im Jahr 2017 lebten 257,7 Millionen Menschen in Staaten, in denen sie nicht geboren wurden. Der Staat mit der höchsten Zahl von Migranten waren 2017 die Vereinigten Staaten mit 49,8 Millionen Migranten, gefolgt von Saudi-Arabien und Deutschland mit jeweils 12,2 Millionen Migranten und Russland mit 11,7 Millionen Migranten. Der Staat mit der größten Zahl Auswanderer im Jahr 2017 war Indien (16,6 Millionen), gefolgt von Mexiko (13 Millionen), Russland (10,6 Millionen), China (10,0 Millionen) und Bangladesch (7,5 Millionen).<sup id="cite_ref-69" class="reference"><a href="#cite_note-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Tabelle zeigt für die Jahre 2000 und 2015 den Anteil der Migranten (hier definiert als alle Menschen, die in einem Land leben, in dem sie nicht geboren wurden<sup id="cite_ref-70" class="reference"><a href="#cite_note-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) an der <a href="Weltbev%C3%B6lkerung" title="Weltbevölkerung">Weltbevölkerung</a>. (Zu einzelnen Staaten siehe: <a href="Einwandereranteile_nach_L%C3%A4ndern" title="Einwandereranteile nach Ländern">Einwandereranteile nach Ländern</a>.)
</p><p>Seit 1960 lag der Anteil der Migranten an der Weltbevölkerung nach Berechnungen von Mathias Czaika und Hein de Haas auf einem vergleichbaren Niveau: 3,06 % (1960), 2,86 % (1970), 2,70 % (1980), 2,67 % (1990), 2,73 % (2000).<sup id="cite_ref-71" class="reference"><a href="#cite_note-71"><span class="cite-bracket">[</span>71<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das <a href="Pew_Research_Center" title="Pew Research Center">Pew Research Center</a> untersuchte im Jahr 2020 die religiöse Zugehörigkeit der Menschen, die zum damaligen Zeitpunkt Migrantenstatus hatten. Demnach waren Christen mit 47 % und Muslime mit 29 % weltweit am stärksten vertreten.<sup id="cite_ref-72" class="reference"><a href="#cite_note-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Europa lagen die Anteile bei 56 % und 18 %.<sup id="cite_ref-73" class="reference"><a href="#cite_note-73"><span class="cite-bracket">[</span>73<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Museumspräsentation"><span id="Museumspr.C3.A4sentation"></span>Museumspräsentation</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Migrationsmuseum" title="Migrationsmuseum">Migrationsmuseum</a></i></div>
<p>Die Museen widmen sich seit der Jahrtausendwende zunehmend der Migrationsgeschichte. 1990 öffnete das <i><a href="Ellis_Island" title="Ellis Island">Ellis Island Immigration Museum</a></i> in New York, 1999 das <i><a href="Pier_21" title="Pier 21">Canadian Museum of Immigration at Pier 21</a></i>, 2005 das <i><a href="Auswandererhaus_Bremerhaven" title="Auswandererhaus Bremerhaven">Auswandererhaus Bremerhaven</a></i>, 2007 die <a href="BallinStadt" title="BallinStadt">Ballinstadt Hamburg</a> und 2016 das <a href="Museum_Friedland" title="Museum Friedland">Museum Friedland</a>. Bedeutende Themenausstellungen wie <i>Good Bye Bayern – Grüß Gott America</i> (Haus der Geschichte München 2005/2006), <i>Zuwanderungsland Deutschland, Migrationen 1500-2005</i> (Deutsches Historisches Museum 2005/2006) und <i>Flucht, Vertreibung, Integration</i> (Haus der Geschichte 2005–2007) widmeten sich in Deutschland einzelnen Migrationsthemen. In der Schweiz fand 1999 im <a href="Museum_f%C3%BCr_Gestaltung_Z%C3%BCrich" title="Museum für Gestaltung Zürich">Museum für Gestaltung Zürich</a> eine der ersten Ausstellungen in Europa mit Selbstzeugnissen von Migrantinnen und Migranten statt.<sup id="cite_ref-74" class="reference"><a href="#cite_note-74"><span class="cite-bracket">[</span>74<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Fl%C3%BCchtlingskrise_in_Europa_2015/2016" title="Flüchtlingskrise in Europa 2015/2016">Flüchtlingskrise in Europa 2015/2016</a></li>
<li><a href="Migrationstreck_von_Zentralamerika_bis_zur_Grenze_zwischen_Mexiko_und_den_Vereinigten_Staaten" title="Migrationstreck von Zentralamerika bis zur Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten">Migrationstreck von Zentralamerika bis zur Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten</a></li>
<li><a href="Umweltmigration" title="Umweltmigration">Umweltmigration</a></li>
<li><a href="Umzug_(Wohnsitzwechsel)" title="Umzug (Wohnsitzwechsel)">Umzug (Wohnsitzwechsel)</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Klaus_J%C3%BCrgen_Bade" title="Klaus Jürgen Bade">Klaus Jürgen Bade</a> et al. (Hrsg.): <i>Enzyklopädie Migration in Europa. Vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart</i>. Paderborn ; München ; Wien ; Zürich : Schöningh ; München : Fink, 2007</li>
<li>Klaus J. Bade, <a href="Jochen_Oltmer" title="Jochen Oltmer">Jochen Oltmer</a> (Hrsg.): <i>Normalfall Migration.</i> (ZeitBilder 15), Bonn 2004.</li>
<li>Klaus J. Bade: <i>Europa in Bewegung. Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart.</i> München 2000.</li>
<li>Megan J. Daniels: <i>Homo migrans: modeling mobility and migration in human history.</i> SUNY Press, Albany 2022. – Rezension von Dominik Delp, <a href="Bryn_Mawr_Classical_Review" title="Bryn Mawr Classical Review">Bryn Mawr Classical Review</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://bmcr.brynmawr.edu/2023/2023.11.30/">2023.11.30</a></li>
<li>Franck Düvell: <i>Europäische und internationale Migration: Einführung in historische, soziologische und politische Analysen.</i> Hamburg u. a. 2006.</li>
<li>Manfred P. Emmes, <i>Deutsche Massenauswanderung in den vergangenen drei Jahrhunderten und Rückwirkungen auf die Außenbeziehungen Deutschlands</i>, Romeon-Verlag 2021, ISBN 978-3-96229-215-7.</li>
<li>Kijan Espahangizi: <i><a href="https://doi.org/10.31267/Grundbegriffe_83429685" class="extiw external" title="doi:10.31267/Grundbegriffe 83429685">Migration</a></i>. In: Ernst Müller, Barbara Picht, Falko Schmieder (Hrsg.): <i><a href="https://doi.org/10.31267/Grundbegriffe" class="extiw external" title="doi:10.31267/Grundbegriffe">Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur historischen Semantik in Deutschland</a></i>, Schwabe Verlag Berlin, Basel.</li>
<li><a href="M%C3%A1rta_Fata" title="Márta Fata">Márta Fata</a>: <i>Mobilität und Migration in der Frühen Neuzeit</i> (= Einführungen in die Geschichtswissenschaft / Frühe Neuzeit, Bd. 1). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2020, ISBN 978-3-8252-5414-8.</li>
<li>Thomas Geisen, Tobias Studer, Erol Yildiz (Hrsg.): <i>Migration, Familie und Gesellschaft: Beiträge zu Theorie, Kultur und Politik.</i> Springer VS, Wiesbaden, 2014, ISBN 978-3-531-18010-6.</li>
<li>Hein de Haas: <i>Migration – 22 populäre Mythen und was wirklich hinter ihnen steckt.</i> S. Fischer, 2023.</li>
<li>Daniel Kubat, <a href="Hans-Joachim_Hoffmann-Nowotny" title="Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny">Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny</a>: <i>Migration: Towards a new paradigm.</i> In: International Social Science Journal 33 (1981) S. 307–329.</li>
<li><a href="Karl-Heinz_Meier-Braun" title="Karl-Heinz Meier-Braun">Karl-Heinz Meier-Braun</a>: <i>Einwanderung und Asyl.</i> C. H. Beck 2015.</li>
<li>Karl-Heinz Meier-Braun, <a href="Reinhold_Weber_(Historiker)" title="Reinhold Weber (Historiker)">Reinhold Weber</a>: <i>Deutschland Einwanderungsland.</i> Kohlhammer Verlag 2017.</li>
<li><a href="Julian_Nida-R%C3%BCmelin" title="Julian Nida-Rümelin">Julian Nida-Rümelin</a>: <i>Über Grenzen denken. Eine Ethik der Migration.</i> Edition Körber-Stiftung 2017.</li>
<li><a href="Heinz_Nigg" title="Heinz Nigg">Heinz Nigg</a> (Hrsg.): <i>Da und fort. Leben in zwei Welten. Migration und Binnenwanderung in der Schweiz 1945–2000.</i> Zürich: Limmat Verlag, 1999.</li>
<li>Jochen Oltmer: <i>Globale Migration.</i> C. H. Beck 2016.</li>
<li>Jochen Oltmer: <i>Migration. Geschichte und Zukunft der Gegenwart.</i> Darmstadt 2017.</li>
<li>Ingrid Oswald: <i>Migrationssoziologie.</i> Konstanz 2007.</li>
<li><a href="Konrad_Ott" title="Konrad Ott">Konrad Ott</a>: <i>Zuwanderung und Moral.</i> Reclam-Verlag 2016.</li>
<li><a href="Annette_Treibel-Illian" title="Annette Treibel-Illian">Annette Treibel</a>: <i>Migration in modernen Gesellschaften.</i> 5. Auflage. Weinheim und München 2011.</li>
<li><i>Atlas der Migration. Daten und Fakten über Menschen in Bewegung.</i> Rosa-Luxemburg-Stiftung 2019. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/atlasdermigration2019_web_190614.pdf">Online verfügbar</a></li>
<li><i>Horizonte. Geschichten und Zukunft der Migration.</i> Ausstellungspublikation, <a href="Germanisches_Nationalmuseum" title="Germanisches Nationalmuseum">Germanisches Nationalmuseum</a> 2023. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/1185">Als Open Access online verfügbar</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Dokumentarfilm">Dokumentarfilm</h2></div>
<ul><li>ZDF / <a href="Terra_X" title="Terra X">Terra X</a> (2018, Doku von Dirk Steffens):
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/die-reise-der-menschheit-teil-1-der-aufbruch-100.html"><i>Die Reise der Menschheit (1/3) - Der Aufbruch</i></a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/die-reise-der-menschheit-teil-2-fremde-welten-100.html"><i>Die Reise der Menschheit (2/3) - Fremde Welten</i></a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/die-reise-der-menschheit-teil-3-welt-in-bewegung-100.html"><i>Die Reise der Menschheit (3/3) - Welt in Bewegung</i></a></li></ul></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Human_migration?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Migration (Mensch)</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=4120730-0">Literatur von und über Migration</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li>Kijan Espahangizi: <i><a href="https://doi.org/10.31267/Grundbegriffe_83429685" class="extiw external" title="doi:10.31267/Grundbegriffe 83429685">Migration</a></i>. In: Ernst Müller, Barbara Picht, Falko Schmieder (Hrsg.): <i>Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur historischen Semantik in Deutschland</i>. Schwabe Verlag, Berlin/Basel.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.europeana.eu/portal/de/collections/migration">Europeana Migration</a> – virtuelle Sammlung von Medien zum Thema auf <a href="Europeana" title="Europeana">Europeana</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/">Migration</a> – Beiträge der <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a> (bpb)</li>
<li>Grafik: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/61640">Migration in Deutschland, 1984–2016</a>, aus: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland">Zahlen und Fakten: Die soziale Situation in Deutschland</a>, bpb</li>
<li>Grafik: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/70521">Migration in Europa, Ende 2017</a>, aus: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/europa">Zahlen und Fakten: Europa</a>, bpb</li>
<li>Grafik: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/265535">Migration weltweit, Ende 2017</a>, aus: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/">Zahlen und Fakten: Globalisierung</a>, bpb</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://virtuelles-migrationsmuseum.org/">Virtuelles Migrationsmuseum (deutsch/englisch)</a></li>
<li>Ausstellung im <a href="Museum_f%C3%BCr_Gestaltung_Z%C3%BCrich" title="Museum für Gestaltung Zürich">Museum für Gestaltung Zürich</a>, 1999: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.migrant.ch/">Selbstzeugnisse von Migrantinnen und Migranten</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anmerkungen">Anmerkungen</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">so die Begriffsbestimmung des Bundesinnenministeriums <a rel="nofollow" class="external free" href="https://www.bmi.bund.de/DE/service/lexikon/functions/bmi-lexikon.html?cms_lv2=9391116">https://www.bmi.bund.de/DE/service/lexikon/functions/bmi-lexikon.html?cms_lv2=9391116</a></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Jochen Oltmer: Migration. Geschichte und Zukunft der Gegenwart. 2. Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2020, S. 30 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external free" href="https://www.bmi.bund.de/DE/service/lexikon/functions/bmi-lexikon.html?cms_lv2=9391116">https://www.bmi.bund.de/DE/service/lexikon/functions/bmi-lexikon.html?cms_lv2=9391116</a></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external free" href="https://www.br.de/extra/respekt/migration-zuwanderung-flucht-102.html">https://www.br.de/extra/respekt/migration-zuwanderung-flucht-102.html</a>. Carling, J. (2015) Refugees are Also Migrants. And All Migrants Matter. Verfügbar unter: <a rel="nofollow" class="external free" href="http://bordercriminologies.law.ox.ac.uk/refugees-are-also-migrants/">http://bordercriminologies.law.ox.ac.uk/refugees-are-also-migrants/</a> (abgerufen am 4. März 2025).</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Favell, Adrian: <cite style="font-style:italic">The Integration Nation. Immigration and Colonial Power in Liberal Democracies.</cite> Polity, London 2022, ISBN 978-1-5095-4940-5.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Migration&rft.au=Favell%2C+Adrian&rft.btitle=The+Integration+Nation.+Immigration+and+Colonial+Power+in+Liberal+Democracies.&rft.date=2022&rft.genre=book&rft.isbn=9781509549405&rft.place=London&rft.pub=Polity" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Archiv für Sozialgeschichte 58, 2018 305
Maren Möhring, Jenseits des Integrationsparadigmas? Aktuelle Konzepte und Ansätze in der Migrationsforschung</span>
</li>
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<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Jens Warburg (2009), S. 150. Dabei bleibt unberücksichtigt, dass es in manchen Herkunftsländern kein Recht auf Kriegsdienstverweigerung gibt.</span>
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<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Albrecht Söllner geht davon aus, dass es multiple Identitäten von Hochqualifizierten und deren weltweite Netzwerke sind, die dazu führen, dass ihre Identifikation mit Nationalstaaten abnimmt. (Albrecht Söllner: <i>Einführung in das Internationale Management. Eine institutionenökonomische Perspektive.</i> Wiesbaden 2008, S. 115 f.)</span>
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<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Christoph_Butterwegge" title="Christoph Butterwegge">Christoph Butterwegge</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fr.de/politik/dienstbotengesellschaft-11652361.html"><i>Die Dienstbotengesellschaft</i>.</a> <a href="Frankfurter_Rundschau" title="Frankfurter Rundschau">Frankfurter Rundschau</a>; abgerufen am 21. Februar 2008.</span>
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<li id="cite_note-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-45">↑</a></span> <span class="reference-text">Oswald 2007, S. 129.</span>
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<li id="cite_note-47"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-47">↑</a></span> <span class="reference-text">„In der Regel ‚lohnt’ sich die Wanderung, die Wanderer und Wanderinnen erreichen ihr Ziel einer Einkommens- und Statusverbesserung in Relation zum Herkunftsland.“ (Treibel 2011, S. 218)</span>
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<li id="cite_note-48"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-48">↑</a></span> <span class="reference-text">Oltmer 2017, S. 24–28.</span>
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<li id="cite_note-bpb15-65"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-bpb15_65-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-bpb15_65-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-bpb15_65-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">United Nations Department of Economic and Social Affairs (UN/DESA), zitiert nach <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">bpb</a>. (<span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52711/migration?zahlenfakten=detail"><i>Migration.</i></a> <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a>, 1. Juli 2017,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 27. Januar 2019</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMigration&rft.title=Migration&rft.description=Migration&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.bpb.de%2Fnachschlagen%2Fzahlen-und-fakten%2Fglobalisierung%2F52711%2Fmigration%3Fzahlenfakten%3Ddetail&rft.publisher=%5B%5BBundeszentrale+f%C3%BCr+politische+Bildung%5D%5D&rft.date=2017-07-01"> </span>)</span>
</li>
<li id="cite_note-spiegel-online-2018-01-14-66"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-spiegel-online-2018-01-14_66-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-spiegel-online-2018-01-14_66-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">Globale Migration: Die Welt bleibt zu Hause</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Der_Spiegel" title="Der Spiegel">Der Spiegel</a></cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>18</span>, 2016 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-144545900.html">online</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Migration&rft.atitle=Globale+Migration%3A+Die+Welt+bleibt+zu+Hause&rft.date=2016&rft.genre=journal&rft.issue=18&rft.jtitle=Der+Spiegel" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-67"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-67">↑</a></span> <span class="reference-text">Christin Löchel et al.: <cite style="font-style:italic">Der neue Fischer Weltalmanach 2019</cite>. 2018.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Migration&rft.au=Christin+L%C3%B6chel+et+al.&rft.btitle=Der+neue+Fischer+Weltalmanach+2019&rft.date=2018&rft.genre=book" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-bpb17-68"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-bpb17_68-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a>/bpb: 2018</span>
</li>
<li id="cite_note-69"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-69">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/265535/themengrafik-migration"><i>Migration. Ein- und Auswanderungsländer, Migrationskorridore mit mehr als 1 Million Migranten, Stand: 2017.</i></a> Bundeszentrale für politische Bildung, 1. Juli 2017,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 27. Januar 2019</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMigration&rft.title=Migration.+Ein-+und+Auswanderungsl%C3%A4nder%2C+Migrationskorridore+mit+mehr+als+1%26nbsp%3BMillion+Migranten%2C+Stand%3A+2017&rft.description=Migration.+Ein-+und+Auswanderungsl%C3%A4nder%2C+Migrationskorridore+mit+mehr+als+1%26nbsp%3BMillion+Migranten%2C+Stand%3A+2017&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.bpb.de%2Fnachschlagen%2Fzahlen-und-fakten%2Fglobalisierung%2F265535%2Fthemengrafik-migration&rft.publisher=Bundeszentrale+f%C3%BCr+politische+Bildung&rft.date=2017-07-01"> </span> Text, Tabellen, Film „Zahlen und Fakten: Globalisierung. Migration – Herkunftsländer, Zielländer, Korridore“.</span>
</li>
<li id="cite_note-70"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-70">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.un.org/en/development/desa/population/migration/publications/migrationreport/docs/MigrationReport2015_Highlights.pdf">International Migration Report 2015</a> (PDF; 5,7 MB) United Nations – Department of Economic and Social Affairs, S. 4</span>
</li>
<li id="cite_note-71"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-71">↑</a></span> <span class="reference-text">Mathias Czaika, Hein de Haas: <cite style="font-style:italic">The Globalization of Migration: Has the World Become More Migratory?</cite> In: <cite style="font-style:italic">International Migration Review (imr)</cite>. 20. Mai 2014 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/imre.12095/abstract">wiley.com</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Migration&rft.atitle=The+Globalization+of+Migration%3A+Has+the+World+Become+More+Migratory%3F&rft.au=Mathias+Czaika%2C+Hein+de+Haas&rft.btitle=International+Migration+Review+%28imr%29&rft.date=2014-05-20&rft.genre=book" style="display:none"> </span> Table 4.</span>
</li>
<li id="cite_note-72"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-72">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Stephanie Kramer, Yunping Tong: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.pewresearch.org/religion/2024/08/19/the-religious-composition-of-the-worlds-migrants/"><i>The Religious Composition of the World’s Migrants.</i></a> <a href="Pew_Research_Center" title="Pew Research Center">Pew Research Center</a>, 19. August 2024,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 7. Oktober 2024</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMigration&rft.title=The+Religious+Composition+of+the+World%E2%80%99s+Migrants&rft.description=The+Religious+Composition+of+the+World%E2%80%99s+Migrants&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.pewresearch.org%2Freligion%2F2024%2F08%2F19%2Fthe-religious-composition-of-the-worlds-migrants%2F&rft.creator=Stephanie+Kramer%2C+Yunping+Tong&rft.publisher=%5B%5BPew+Research+Center%5D%5D&rft.date=2024-08-19"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-73"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-73">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Stephanie Kramer, Yunping Tong: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.pewresearch.org/religion/2024/08/19/migrants-living-in-each-region/"><i>1. Migrants living in each region.</i></a> Pew Research Center, 19. August 2024,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 7. Oktober 2024</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMigration&rft.title=1.+Migrants+living+in+each+region&rft.description=1.+Migrants+living+in+each+region&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.pewresearch.org%2Freligion%2F2024%2F08%2F19%2Fmigrants-living-in-each-region%2F&rft.creator=Stephanie+Kramer%2C+Yunping+Tong&rft.publisher=Pew+Research+Center&rft.date=2024-08-19"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-74"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-74">↑</a></span> <span class="reference-text">Pascal Ihle in Neue Zürcher Zeitung, 30.10.1999, vgl. auch Website zur Ausstellung www.migrant.ch</span>
</li>
</ol>
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Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4120730-0">4120730-0</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh85042782">sh85042782</a></span> | <a href="Web_NDL_Authorities" title="Web NDL Authorities">NDL</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.ndl.go.jp/auth/ndlsh/00564038">00564038</a></span> </div>
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